Logistik-Blog

Werner Bicker in die Wahlkommission der Logistics Hall of Fame berufen

 

Die Logistics Hall of Fame hat Werner Bicker zum Wahlkommissar berufen. Er prüft in dieser ehrenamtlichen Funktion die ordnungsgemäße technische Durchführung der jährlichen Wahl, insbesondere die datenbankgestützte Auswertung der Jury-Stimmen.

Der Logistikexperte und Mobilitätsjournalist ist seit mehr als 30 Jahren journalistisch in der Nutzfahrzeug- und Transportbranche tätig, unter anderem als Geschäftsführer des ETM Verlages sowie langjähriger Chefredakteur und Herausgeber der Logistikzeitung trans aktuell. Bicker folgt auf den Ehrenvorsitzenden der Bundesvereinigung Logistik, Dr. Hanspeter Stabenau, der seit 2009 die Funktion inne hatte.

Die Wahl in die internationale Ruhmeshalle der Logistik ist aufwändig und transparent dokumentiert. Wer in die Logistics Hall of Fame einzieht, wird in einem zweistufigen Wahlprozess festgelegt. Ein zentrale Rolle spielt dabei das Nominierungskomitee, in dem ausgewiesene Experten aus allen Teilbereichen der Logistik ihre jeweiligen Branchen vertreten. Die Mitglieder treffen sich einmal jährlich und erstellen aus allen Einsendungen eine Shortlist von maximal zehn Kandidaten, die der Jury vorgeschlagen werden. Ein Veto eines Nominerungskomitee-Mitgliedes würde bereits auf der ersten Stufe zum Ausscheiden eines vorgeschlagenen Kandidaten führen. So ist sichergestellt, dass nur die Würdigsten die Endrunde erreichen. Aus der Shortlist wählt schließlich eine internationale Jury die neuen Mitglieder der Logistics Hall of Fame. Die Stimmabgabe ist geheim und findet via Internet auf dem Juryportal statt.

Die Ruhmeshalle ist jederzeit kostenlos unter www.logisticshalloffame.net zugänglich und bietet Informationen über die logistischen Meilensteine und ihre Macher.

 

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IFOY Finalisten 2018 stehen fest: BYD, Jungheinrich, Liebherr, J. D. Neuhaus, Still, Gebr. Schulte, Wegard und Witron

Ja, eine IFOY Trophäe hätten viele gerne, aber IFOY traut sich nicht jeder. Wer bei diesem Award antritt, muss sich seiner Sache sehr sicher sein. Denn es genügt nicht, zu behaupten, man biete die besten Intralogistikgeräte und -lösungen der Welt, man muss es im härtesten Intralogistik der Welt auch beweisen können. Das besondere an den IFOY Testreihen ist, dass nicht die Finalisten in den Kategorien untereinander verglichen werden, sondern sie werden mit ihren Wettbewerbsgeräten am Markt gebenchmarkt. Nur wer seine direkten Wettbewerber in puncto Innovation hinter sich lässt, gehört zu den besten der Welt. 

26 Bewerber waren es in diesem Jahr, 13 Geräte der Marken BYD, Jungheinrich, Liebherr, J. D. Neuhaus, Still, Gebr. Schulte, Wegard und Witron schickt die Jury ins Rennen um die weltbesten Logistikprodukte und -lösungen des Jahres. 

Die Finalisten treten in der zweiten Runde bei den internationalen IFOY Test Days im Februar zum Wettbewerbsvergleich auf dem Gelände des IFOY Partners CeMAT an. Der IFOY Test misst dabei die harten Fakten, der wissenschaftliche IFOY Innovation Check, der von Spezialisten des Dortmunder Fraunhofer-Institutes für Materialfluss und Logistik (IML), des Lehrstuhls für Technische Logistik an der Universität Dresden sowie des Lehrstuhls für Maschinenelemente und Technische Logistik der Helmut Schmidt Universität in Hamburg erstellt wird, beurteilt den Innovationswert. Darüber hinaus reisen die Juroren, 26 renommierte Fachjournalisten aus Australien, Brasilien, ganz Europa, Russland und den USA nach Hannover, um die nominierten Geräte selbst zu testen. Bewertet werden unter anderem der Innovationswert, Technik, Design, Ergonomie und Handling, Sicherheit, Marktfähigkeit und Kundennutzen sowie Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit.

Vergeben werden die Trophäen am Eröffnungsabend der Intralogistik-Weltleitmesse CeMAT in Hannover. Wer gewinnt, bleibt übrigens ein Geheimnis bis zur letzten Sekunde, in das auch die Finalisten nicht eingeweiht werden. 

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Vorträge halten können viele. Live zeigen, was in der Logistik technologisch alles geht, nur der Zukunftskongress Logistik

Man muss sich heutzutage nicht mehr tonnenschwere Regalbediengeräte und kilometerlange Rollenbahnen ins Lager bauen. Trotzdem versenken Logistiker und Einkäufer noch viel zu oft Millionensummen in solidem Stahl und vermeintlich bewährter Technik. Ob man mit Fehlinvestitionen in alte Technik tatsächlich die Zukunft des Unternehmens verspielt, wie manche sagen, ist genausowenig gesagt, wie dass sich Hightech für die Logistik am Ende auch rechnet. Schließlich regiert auch im Digitalisierungszeitalter nicht immer der Verstand und wer einen Scheißprozess digitalisiert, hat am Ende eben nur einen digitalisierten Scheißprozess. Aber wer will schon falsche Entscheidungen treffen.

Dafür fehlt es allzuoft am Überblick, was technologisch tatsächlich machbar ist oder man hat den Durchblick im Bullshit-Bingo der Digitalisierung längst verloren. In beiden Fällen helfen Messen und Kongresse. In der Logistik sind sie so zahlreich wie in kaum einer anderen Branche. Vorträge halten können alle. Live zeigen, was in der Logistik technologisch alles möglich ist, nur der Zukunftskongress Logistik, kurz ZuKo, in Dortmund. Die Macher haben am Konzept gefeilt und heraus kam eine Erlebniswelt der Logistik mit den neuesten Technologien, den besten Startups, coolen Vorträge und interessanten Besuchern – die ZuKo-Mischung war neu und hochspannend. 

Vorträge und Podiumsdiskussionen standen deutlich weniger, dafür erstklasssig auf dem Programm. Stattdessen konnten die Kongressteilnehmer auf Erkundungstour gehen und an verschiedenen Stationen mit realen Anwendungsfällen anfassen, erleben und testen, wie Menschen und Maschinen zusammenarbeiten und wie sich neue Technologie anfühlt. Dazu haben die Fraunhofer-Forscher in der Dortmunder Westfalenhalle das Best-of aus Logistikforschung und -praxis aufgefahren: autonome Shuttles, Laserprojektionen, Augmented Reality, erlebbare Blockchains, Drohnenschwärme, interaktive Ladungsträger, sprechende Regale, Roboter und sogar intelligente Fußböden, die durch ein eingelassenes Sensornetzwerk zum Leben erweckt werden. Im brandneuen Innovationslabor „Hybride Dienstleistungen in der Logistik“, das nur so strotzt vor Hightech und wo praktisch erforscht wird, wie Menschen und Maschinen in der Logistik künftig zusammenarbeiten, bekamen die Besucher einen Vorgeschmack wie Transportroboter und 30 autonome Drohen sich selbst organisieren.  

Auf manchen Kongressen trifft man sich zum Networken, auf anderen zum Feiern, auf wieder anderen wird gearbeitet. Der Zukunftskongress Logistik, kurz ZuKo, in Dortmund ist die klare Empfehlung für alle, die wissen wollen, was kommt. Man geht mit dem Kopf voller Ideen und einer anderen Sicht auf die Logistik. Das kann kein anderer Kongress.

 

Für alle, die wissen wollen, was eine Blockchain ist, gibt Johannes Kuhn in der Süddeutschen Zeitung eine gute Definition:

„Die Blockchain ist ein digitaler Kontoauszug für Transaktionen zwischen Computern, der jede Veränderung genau erfasst, sie dezentral und transparent auf viele Rechner verteilt speichert. Damit ist die Information nicht (oder nur mit ungeheurem Aufwand) manipulierbar und verifiziert.“

 

Und allen, die wissen wollen, warum Blockchain disruptiv ist, empfehle ich einen Artikel auf GRÜNDERSZENE.de 

 

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Was STILL und Ferrari verbindet

Langweilige Produkteinführungen und Kennzahlen runterratten machen andere. Still setzt seine Innovationen in Szene, und damit auch den Benchmark in der Intralogistik. Die Botschaft wird traditionell in eine Story mit reichlich Action verpackt. Das sitzt.

Enzo Ferrari jedenfalls hätte die Markteinführung des neuesten Still Kommissionierers der OPX-Baureihe im norditalienischen Städtchen Luzzara vor wenigen Tagen gefallen. Denn der nur knapp eine Autostunde von der Produktionsstätte entfernte Rennstall lieferte die Vorlage für das neueste Still-Musical. Und damit war die Botschaft auch schon klar: Der OPX ist der Sportwagen unter den Kommississionieren. Überall dort, wo hohe Umschlagleistung eine Rolle spielt, ist er erste Wahl.

Diesmal wird das Lager zum Rennparcous mit allem Drum und Dran. Zum Kommissionieren treten an ein junger Wilder, ein vom demografischen Wandel Gezeichneter und ein junge Kommissioniererin. Die Dame gewinnt, um es vorweg zu nehmen, weil sie - ganz frau - die Wandelbarkeit des neuen Gerätes  als Routenzug, Doppelstock oder mit Scherenhub, sofort schlau einsetzt. Der ehemals eher leistungsschwache und am Ende des Arbeitstages völlig ausgepowerte Senior geht dank ausgefeilter OPX-Ergonomie und einer Top-Speed von 14 km/h völlig entspannt als Zweiter über die Zielline. Und auch der junge Wilde erkennt schließlich, dass Rennen fahren und Herumklettern auf dem konventionellen Gerät zwar schnell aussieht, aber am Ende nicht ist. Rang drei für ihn. Der wahre Sieger ist der Lagerchef, der seine Umschlagleitsung um 20 Prozent steigern kann - und nebenbei grandios Arien schmettern kann. Dass die für Umschlagverhältnisse zwar stattlichen 14 km/h im Vergleich mit einem Ferrari nicht wirklich standhalten, ist irgendwann zur Nebensache geworden. 

Ob der neue Ferrari unter den Kommissionieren auch bei der Kundschaft als Sieger über die Linie geht, wird sich ab Januar 2017 zeigen. 80 Vorbestellungen sollen schon eingegangen sein. 

 

Wer Gelegenheit hat, das Musical zu sehen: unbedingt hingehen.

Was den OPX besser macht hat Bernd Maeinschein von der MM Logistik beschrieben.

 

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Die Suche nach den besten Intralogistikprodukten und Systemlösungen des Jahres hat begonnen

Ab sofort heißt es wieder: Start frei für die Intralogistik-Oscars 2018. Das Bewerberportal der weltweit wichtigsten Intralogistik-Auszeichnung hat seit heute geöffnet und Anbieter von Produkten und Systemlösungen können sich mit ihren Innovationen bewerben.  

IFOY traut sich nicht jeder. Es gibt keine Standesunterschiede. "Kleine" Unternehmen haben die gleichen Chancen, wie die Platzhirsche. Allein die Innovation zählt. Wer nominiert wird, muss eine Woche lang durch die Testhölle und sich anschließend dem Urteil der Jury stellen. Viele sagen, das wäre die eigentliche Hölle, denn die Jurymitglieder legen selbst Hand an. Die Juroren - allesamt Chefredakteure führender Magazine - reisen nämlich aus der ganzen Welt an, um selbst zu testen, zu fahren, zu fragen, zu werten. Sie kennen die Bedürfnisse der Kunden und viele von ihnen werden beim Testtag von Logistikleitern und Einkäufern begleitet und beraten. Logistik Heute zum Beispiel von Dachser und Porsche, ich selbst von der LTG und den Fachredaktionen von fördern und heben, logistik journal und materialfluss. Wer das Testprocedere übersteht, der darf das "Best in Intralogistics" Siegel tragen - als sichtbares Zeichen für Qualität und Innovation. 

Garantien auf einen Sieg gibt es nicht und kein Teilnehmer wird vor der Preisverleihung infomiert, ob er gewonnen hat oder nicht. Dafür ist der Jubel wirklich einmalig und echt. 

Wer auf der CeMAT-Eröffnungsfeier am 23. April 2018 in Hannover richtig jubeln will, muss sich allerdings zunächst bewerben. Stapler, Warehouse Trucks, Sonderfahrzeugbau, Krane und Hebezeuge, Komponenten, Systemlösungen - in den elf Kategorien ist für jeden etwas dabei. 

Zur Bewerbung 


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Jeff Bezos zieht in die Weltruhmeshalle der Logistik ein und warum die Zahl 7 dabei eine Rolle spielt

Er wurde zum schlechtesten Chef gewählt, als Streichelzoo ist seine Firma ebenfalls nicht bekannt, er setzt Milliarden in den Sand, wenn er eine Idee hat, ist effizenzversessen und soll sich aber auch sonst überall einmischen. Man könnte auch sagen,  Amazon-Gründer und CEO, Jeff Bezos, ist ein typischer Unternehmer. Gut, vielleicht nicht ganz typisch, immerhin war er zeitweise der reichste Mensch auf Erden. Obwohl er langfristig nichts macht, was kein Geld bringt, scheint Geld doch nur Mittel zum Zweck zu sein. Bezos hat einen Plan, will ein Ziel erreichen - ein möglichst großes. Er lebt nach der Devise „think big, wenn Du eine Idee hast, mit der Du das Leben von Millionen von Menschen verbessern kannst, denkst Du zu klein.“ Es dauert immer sieben Jahre, soll er einmal gesagt haben, bis sich herausstellt, ob eine Idee funktioniert.

Ohne Bezos hätte sich in der Logistik nicht allzuviel bewegt. Dafür zieht der U.S.-Amerikaner als jüngstes Mitglied in Ruhmeshalle der berühmtesten Logistiker der Welt ein. Offiziell aufgenommen wird er am 9. November anlässlich des jährlichen Logistics Hall of Fame-Gala-Empfangs im Erich-Klausener-Saal des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur in Berlin.

Jeff Bezos kann für sich in Anspruch nehmen, die Handelslogistik revolutioniert zu haben, heißt es in der Jury-Begründung. In der Tat ist beinahe jede technische Neuentwicklung heute vom Onlinehandel beeinflusst, etliche sind sogar komplett auf ihn ausgerichtet. Er erkannte als erster, dass Software und Logistik der Schlüssel sind, um den einkaufsgetriebenen Handel in einen nachfragegetriebenen Onlinehandel zu verändern. Mit der Kombination aus Software, Liefereffizienz, Automatisierung und langfristigem Denken habe der Informatiker die Transport- und Intralogistik grundlegend verändert und Amazon zum Benchmark für die Branche gemacht, sagt die Jury. Zudem habe er eindrucksvoll bewiesen, dass innovative Logistik einen wichtigen Beitrag zum Unternehmenserfolg leistet. 

Der Internetpionier startete 1994 mit einem Internetbuchhandel ins Unternehmertum und machte in nur wenigen Jahren aus dem „größten Buchladen der Welt“ nicht nur das „größte Kaufhaus der Welt“, sondern einen Technologiekonzern. 2016 setzte das Unternehmen Waren im Wert von weit über 135 Milliarden Dollar um. Bezos' unternehmerischer Erfolg basiert aber nicht auf den von ihm angebotenen Waren und Dienstleistungen, sein Erfolgsrezept ist die Art und Weise, wie Produkte zum Kunden gelangen. Er warf das alte Push-Prinzip über Bord und führte ein Pull-Prinzip ein. Während sich der Handel bis dato nur eine Auswahl von Produkten auf Lager legte und im Nachhinein auswertete, welche Produkte gut oder schlecht abverkauft wurden, zeigte das Internet in Echtzeit, wer gerade welche Produkte suchte. Bezos setzte als erster Algorithmen dafür ein, die Wünsche der Konsumenten zu kennen und überzog die Welt mit Logistikzentren, um beinahe jedes beliebige Produkt kostengünstig, schnell und zuverlässig zum Kunden zu transportieren. Die Hälfte der Amerikaner kann er heute in 30 Minuten beliefern, behauptet der Netzökonom, und Amazon testet nach den Try-and-Error-Prinzip fast täglich technologische Innovationen, um den Prozess von der Kundenbestellung bis zur Auslieferung des Pakets weiter zu optimieren. Doch damit gibt sich Bezos nicht zufrieden. Aktuell schwebt ihm ein Überlogistikdienstleister vor. Er spannt mit der „Amazon Global Supply Chain“ ein weltweites Logistiknetzwerk, um als Mittler zwischen Händler und Kunden sämtliche Schritte der globalen Supply Chain - von der Produktion der Ware bis zur Zustellung an die Haustür - selbst zu steuern. In sieben Jahren wissen wir, ob es funktioniert hat.

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